Die Nagl-Firmenphilosophie: Wie kamen wir dazu zu glauben, was wir glauben?

Unsere Firmenphilosophie ist fester Bestandteil unseres Handelns als Unternehmen. Bis wir soweit waren, Leitmotive zu entwickeln, in denen wir uns tatsächlich selbst wiederfinden, war es ein weiter Weg.

Der Geschäftsführer von Nagl Papierverarbeitung, Alfons Nagl, wurde Unternehmer aus der Überzeugung heraus, dass er ein Leben in Eigenverantwortlichkeit leben wollte. Die Freiheit, zu entscheiden, wann und wo er arbeitet, bevorzugte er über die Sicherheit eines geregelten Einkommens in einer unselbstständigen Beschäftigung.

Schon bei seiner ersten Gründung, ein Lederverarbeitungsbetrieb, wurde ihm klar, dass er als Unternehmer von nun an mit Widrigkeiten konfrontiert sein würde, mit denen er nicht gerechnet hat. Sowohl von Seiten der Kunden als auch von Seiten der Mitarbeiter und Geschäftspartner zeigten sich Widerstände menschlicher und betriebswirtschaftlicher Natur. Um erfolgreich zu bleiben und gleichzeitig Freude an der Arbeit haben zu können, entwarf Herr Nagl einen Ethos aus Überzeugungen der bis heute fester Bestandteil seiner Unternehmensführung ist.

Nachhaltiger Erfolg baut sich auf guten Leistungen auf, die von den richtigen Kunden wahrgenommen werden. Unternehmen haben bestimmt Werte- selbst wenn ihre Werte fehlende Werte sind. Werte zwischen Geschäftspartner sollten harmonieren, deshalb muss man Werte erkennen können. Das kann man am besten, wenn man seine Werte auf die eine oder andere Weise verbalisiert.

Auch Mitarbeiterführung wird so viel einfacher, wenn man in der Lage ist, zu begeistern und Vision zu schenken. Und noch nie war es aktueller, als Unternehmen jenseits des Profitstrebens Werte zu finden, die Qualität in jedem Aspekt der Unternehmenslenkung zu einem Grundprinzip machen.  Als Herr Nagl dies erkannte, ging er in sich und schrieb auf, was bis heute die Firmenphilosophie von Nagl Papierverarbeitung bleiben sollte.

Blogger, die sich mit Entrepreneur-Mentalitäten Beschäftigung, haben lange festgestellt, dass das „Warum“ in der heutigen Geschäftswelt gesiegt hat. Es geht nicht mehr darum „was“ wir machen oder „wie“ wir es machen. Tatsächlich geht die Aufmerksamkeit hin zu der Geschichte hinter einem Unternehmen: Warum sie anfingen, eine bestimmte Richtung und eine bestimmte Spezialisierung einzuschlagen. Eine gleichbleibende Story hat „Branding-Power“ also Wiedererkennungswert. Und das ist gut für den Geschäftserfolg.

Selbst in einem konservativen Geschäft wie der Papierverarbeitung ist heute Platz für mehr Menschlichkeit, mehr Botschaft, mehr Fleisch am Knochen. Und diese Knochen, ja sie sind das Gerüst eines gut funktionierenden Geschäftsmodells. Und doch macht das Fleisch das Geschäftsmodell erst lebendig. Es packt Muskeln in das Gerüst und Kraftreserven für schlechte Zeiten. Und nicht zu vergessen: Erst in der Lebendigkeit kann eine Seele wohne.

Lebendigkeit und Seele vermissen viele Menschen heutzutage. Wenn ein Unternehmen diese beiden Dinge demonstriert, finden Menschen das gut.

Deshalb glauben wir, sollten wir ruhig aussprechen, was uns tagtäglich inspiriert und motiviert, einen so hervorragenden Job für unsere Kunden zu machen, wie wir ihn machen. Das was wir heute glauben, hat uns die Erfahrung gelehrt. Und wir sind klug genug, eine gute Sache zu erkennen, die funktioniert. Und weil sie funktioniert, deshalb ist die Nagl-Firmenphilosophie so fest und so stetig.